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Big Brother is watching you
Viren, Würmer, Trojaner
.eu - Einfuehrungs-Zeitplan veroeffentlicht
Urheberrechtsabgabe rückfordern
Wie schütze ich mich vor unerwünschten
Zusendungen? E-Mails erhalten,
die nicht an Empfänger adressiert sind
Viren, Würmer, Trojanische Pferde, Hoaxes oder Dialer
- diese Begriffe begleiten seit Jahren die Computerwelt und demonstrieren
gleichzeitig die Verwundbarkeit der Technik. Doch wie gefährdet
sind die PCs tatsächlich?
Die Zahl der bekannten Viren lag bereits Mitte 2002 bei 90.000,
und täglich kommen neue dazu. Vor allem mit der Verbreitung
von E-Mail und Internet hat sich die Schlagkraft der Schädlinge
drastisch erhöht. 2001 befiel zum Beispiel der Virus "Code
Red" innerhalb weniger Stunden 250.000 Rechner und verursachte
einen Schaden von geschätzten zwei Milliarden US-Dollar.
Relativ harmlos bleibt die Virenattacke, wenn sich bloß
ein Textfenster öffnet. Werden jedoch Dateien gelöscht
oder vertrauliche Daten bzw. Betriebsgeheimnisse weitergeleitet,
hört der Spaß auf. Viele Viren und Würmer versuchen
sich automatisch an die auf dem Rechner gespeicherten Mail-Adressen
zu versenden, was einerseits den Traffic der Internet-Verbindung
erhöht und andererseits die Beliebtheit bei Freunden und
Bekannten, die das Virus so erhalten, kaum steigern wird. In jedem
Fall stehlen Viren Rechnerkapazitäten, belasten das Netz
und die Reparatur kann bis zur Neuformatierung der Festplatten
gehen.
Computerviren funktionieren wie ihre Namensgeber im menschlichen
Körper. Sie verbreiten sich selbstständig und schädigen
das System. Je nach Art der Infektion werden sie in drei grundsätzliche
Hauptkategorien eingeteilt:
Boot-Viren
setzten sich im Bereich einer Festplatte oder Diskette fest, der
beim Starten des Computers in den Arbeitsspeicher gelesen wird.
Damit können sie das Laden des Betriebssystems manipulieren
und die Kontrolle über den Rechner erlangen.
Datei-Viren
infizieren Programmdateien, wie beispielsweise Spiele oder Betriebssysteme.
Sobald eine solche gestartet wird, befällt das Virus weitere
Dateien und pflanzt sich fort.
Makro-Viren
nutzen programmierbare Anwendungen und pflanzen sich unabhängig
vom Betriebssystem fort. Microsofts Word oder Excel bietet mit
seiner Makrosprache beispielsweise die Möglichkeit, wiederkehrende
Aufgaben zu automatisieren. Die Viren nutzen diese Funktion und
so kann sich der Schädling schon über ein einfaches
Word-Dokument verbreiten.
Die größte Verbreitungschance für die Viren bietet
das Internet. Häufig gelangen sie über einen E-Mail-Anhang
oder durch Downloads auf den PC. Grundsätzlich sollten Dateianhänge
mit Vorsicht behandelt werden. Unbekannte Absender, merkwürdige
Texte in der E-Mail oder Dateitypen mit Endungen wie ".vbs"
oder ".exe" sollten sofort misstrauisch machen. Ebenso
allerdings auch Anhänge Bekannter, denn diese könnten
ihren Computer durch Viren verseucht haben und ohne deren Wissen
Mails mit Anhängen verschicken. Neben .vbs und .exe sollten
die Erweiterungen .com, .scr, .bat auch mißtrauisch machen.
In jedem Fall sollten alle Anhänge vor dem Offnen abgespeichert
und mit einem aktuellen Virenschutzprogramm überprüft
werden. Versionen von Outlook blenden potenziell unsichere Dateianhänge
ganz aus. Nehmen Sie lieber ein vernünftiges Mail-Programm.
Würmer
Eine spezielle Viren-Variante sind Würmer. Sie verbreiten
sich meist über Sicherheitslücken in einigen E-Mail-Programmen.
Sobald das Virus aktiviert ist, verschickt es sich beispielsweise
an die Einträge des Mail-Adressbuches. Da die Empfänger
den Absender dann aber kennen, gehen sie weniger vorsichtig mit
dem Anhang um und der Wurm pflanzt sich weiter fort. Reine Würmer
infizieren keinen fremden Code, sondern sind ausschließlich
auf selbstständige Verbreitung ausgerichtet. Sie stehlen
Rechenzeit und können durch die rasche Verbreitung in kürzester
Zeit Netzwerke und hunderte PC lahm legen.
Trojanische Pferde
Der Legende nach bauten die Griechen während der Belagerung
Trojas ein Pferd aus Holz, stellten es vor dem dem Stadttor auf
und zogen sich scheinbar zurück. Die Trojaner rechneten fest
mit dem Ende des Krieges und holten das Pferd in die Stadt, um
es der Göttin Athene zu schenken. Doch im Bauch des hölzernen
Tieres hatten sich einige griechische Krieger versteckt, und mit
dieser List konnte Troja nach zehnjähriger Belagerung endlich
erobert werden.
Auf genau dieselbe Art und Weise geht auch die Computerversion
vor. Ein scheinbar nützliches Programm enthält ein anderes,
das unbemerkt in das System eindringt. Von dort aus können
Passwörter und andere vertrauliche Daten ausgespäht,
verändert, gelöscht oder weitergeleitet werden. Der
Anwender selbst merkt davon in der Regel nichts.
Hoaxes
Im Englischen bedeutet Hoax so viel wie "schlechter Scherz"
und lässt sich auch mit "Zeitungsente" übersetzen.
In der Computerwelt bezeichnet der Begriff das Phänomen einer
falschen Warnung vor angeblich bösartigen Programmen oder
Virenbefall. Hoaxes wandern meist als Kettenbrief via E-Mail durch
das Internet und geben sich einen seriösen Anstrich. Manchmal
täuschen sie auch vor, von einem renommierten Computerkonzern
zu stammen.
Als Lösung des angeblichen Problems wird oft eine Anleitung
mitgeliefert, bei der eine bestimmte Datei gelöscht werden
soll, die sich aber in Wirklichkeit als normale Systemdatei entpuppt.
Der User sollte daher Informationen über Sicherheits-Risken
ausschließlich über die Websites der Sicherheitsspezialisten
oder der Hersteller von Virenschutzprogrammen beziehen. Auch wenn
ein Programmfenster zum Download irgendeines Tools zur Virenabwehr
rät, handelt es sich um einen Bluff. Viele Infos zu Hoaxes
sind unter http://www.hoax-info.de
zu finden.
Dialer
Eine besonders heimtückische Art der Abzocke hat sich
mit den Dialer-Programmen ausgebreitet. Ohne dass der
Anwender etwas davon merkt, ändern sie die Konfiguration
der Modem-Einwahl über die Telefonleitung ab. Statt der regulären
Nummer zum günstigen Online-Tarif wird die Verbindung dann
über eine teure Mehrwertdienst-Nummer aufgebaut. Einige Stunden
im Internet können dann zu einer horrend hohen Telefonrechnung
führen, die meist Wochen später einlangt.
Die Rechtslage ist in einem solchen Fall nicht ganz eindeutig,
was für das Opfer unangenehm ist. Erschwerend kommt hinzu,
dass sich die Betreiber der Mehrwertdienste häufig hinter
Briefkastenfirmen verschanzen und die Telefongesellschaften sich
schadlos halten können.
Gefährlich sind die Nummern mit den Vorwahlen 0900 bzw. 0930,
die für Mehrwertdienste vergeben sind (bis zu EUR 3,63 pro
Minute).
Wer ausschließlich über Kabel oder DSL ins Internet
gelangt, ist von den Dialern nicht gefährdet. Wer aber ein
Modem anschließt, sollte entweder ein Warnprogramm wie z.
B. den 0900 Warner installieren oder häufig in den Netzwerkeinstellungen
des PC nachsehen, ob die angewählte Nummer auch tatsächlich
die des hauseigenen Providers ist.
Die goldenen Regeln für die Sicherheit
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1.
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Installieren Sie ein Virenschutzprogramm
und halten Sie es immer auf dem neuesten Stand. Updates
sollten so oft wie möglich, zumindest aber einmal wöchentlich
aus dem Internet geladen werden. Am besten die automatische
Update-Funktion aktivieren!
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2.
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Updates für Betriebssystem, Internet-Browser
und E-Mail-Programm immer einspielen. Microsoft Patches
so bald die Installation bei anderen erfolgreich war.
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3.
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Vorsicht bei Dateianhängen in E-Mails,
vor allem wenn es sich um ausführbare Dateitypen wie
zB .exe, .vbs, .com, .bat, oder .scr handelt. Nur dann öffnen,
wenn Herkunft und Zweck genau bekannt sind und Sie diese
Datei auch erwarten. Für alle Dateianhänge gilt:
speichern, mit einem Virenschutzprogramm überprüfen
und erst dann öffnen.
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4.
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Informieren Sie sich über die Medien
oder auf den Homepages von namhaften Datenschutzspezialisten
und Software-Herstellern über aktuelle Gefahren.
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5.
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Interneteinstellungen sollten zumindest
auf mittlere Sicherheitsstufe gesetzt sein.
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6.
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Vorsicht auch bei Dateien, die via Tauschbörsen,
ICQ und IRC (Internet Relay Chat) heruntergeladen werden.
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7.
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Wenn der PC länger mit dem Internet
verbunden bleibt, wie es meist bei DSL- oder Kabel-Anschlüssen
der Fall ist, sollte eine Firewall eingerichtet werden.
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