Basilika Maria Dreieichen

Wallfahrtskirche Zur Schmerzhaften Muttergottes, April 2026

Die Basilika Maria Dreieichen ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche und zugleich Pfarrkirche im Kirchweiler Maria Dreieichen der Katastralgemeinde Mold in der Gemeinde Rosenburg-Mold in Niederösterreich. Die Kirche wurde im Jahre 1957 zur Basilica minor erhoben.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Von 1730 bis 1733 wurde eine Steinkapelle am Ort des alten Andachtsbildes errichtet, welche 1735 auf Maria Dreieichen geweiht wurde und ab 1737 auch dem Kirchweiler diese Benennung gab. Sie gehörte zur Pfarre Riedenburg-Horn, die dem Stift Altenburg übertragen war. Bald danach, von 1744 bis 1750 erfolgte der heutige Neubau, eine genordete kreuzförmige Anlage mit zentraler längsovaler Mittelkuppel, welche nach außen nicht in Erscheinung tritt. Der Bau wurde unter dem Altenburger Abt Placidus Much und Anregung von Joseph Munggenast und den Plänen von Leopold Wißgrill nach dem Vorbild der Stiftskirche im Stift Altenburg errichtet. Die Finanzierung des Baus erfolgte unter anderem mit privater Beteiligung von Altenburger Mönchen und der Horner Bürgerschaft.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

„Um das Jahr 1656“ wurde der Legende nach vom Horner Kürschnermeister Mathias Weinberger (es soll sich um einen historisch nachweisbaren Mathias Weingartner handeln) auf dem Molderberg an der Straße von Horn nach Eggenburg an einer dreistämmigen Eiche ein wächsernes Vesperbild angebracht. Nach Zerstörung dieses Bildes durch einen Brand ließ der Horner Bürgermeister Sebastian Friedrich 1679 die Gnadenstatue nach dem Urbild von dem Bildhauer Mathias Sturmberger in Holz erneuern. Da der Wallfahrtsstrom rasch zunahm, errichtete 1700 Graf Hoyos als Herrschaftsbesitzer eine Einsiedelei beim „Bründl“, um eine ständige Betreuung des Gnadenbildes sicherzustellen. Diese Einsiedelei bestand bis zur Aufhebung durch Kaiser Joseph II. im Jahr 1782.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Das helle und weitläufige Kircheninnere wird von einem zarten Rokoko-Stuck gezeichnet, von Johann Georg Hoppel von 1768 bis 1771 ausgeführt, wo bestimmend Gewölbefresken von Paul Troger, Josef Hauzinger und Johann Wenzel Bergl hervortreten. Im Chor gibt es figurale Glasfenster aus 1894. Es gibt eine Glocke von Stefan Drackh aus 1740 und eine Glocke von Johann Gottlieb Jennichen aus 1821.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

1656 Matthias Weinberger hat aufgrund einer inneren Weisung seine aus Wachs gegossene Pietà an einer dreistämmigen Eiche angebracht. Sie stand dort, wo sich jetzt der Altarraum der Wallfahrtskirche befindet. (Reste der Eiche: Nische hinter dem Hochaltar.) Es war eine glückliche Fügung, dass sich dieser 1656 entstandene Wallfahrtsort in der Nähe des traditionellen Pilgerweges der Mährer nach Mariazell befand. Alter Flurname „Be(h)mer-Strass". Name der Gnadenstatue bei den mährischen Pilgern: „Maria tř dubská".
1680 Durch einen Blitzschlag sind Baumkronen und Wachsbild zerstört worden. Das heutige, aus Lindenholz geschnitzte Gna-denbild wurde dann in einer Holzkapelle aufgestellt.
1733 Fertigstellung der ersten Steinkapelle (Grundsteinlegung 20. Mai 1730). Sie wurde, wie schon die Holzkapelle, von einem Einsiedlerbruder betreut.
1740 Seit damals übernehmen die Benediktiner aus dem nahe-gelegenen Stift Altenburg die priesterliche Wallfahrtsseelsorge.
1744 8. Mai: Grundsteinlegung der heutigen Wallfahrtskirche.
1784 Wallfahrtsverbot durch Kaiser Joseph II. Trotzdem hörte die Wallfahrt zur „Schmerzhaften Mutter von Maria Drei-eichen" nicht auf.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Johannes-Nepomuk-Reliquiar

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Um 1850 kam es mit dem Ende der „Josephinischen Ära" zu einem großen Aufblühen des Wallfahrtslebens. Eigens zu erwähnen sind: die seit 1854 bezeugte ununterbrochene Fußwallfahrt der Waldviertler Pfarre Groß Siegharts (Geburtsort des Überwinders der josephinischen Seelsorge-Einschränkungen, Pfr. Michael Brenner, 1806-1868) und die deutsch- und tschechischsprachigen Wallfahrten aus Südmähren. Die deutschsprachigen Südmährer kommen jährlich „seit 1945 als Heimatvertriebene" aus allen Teilen ihrer neuen Heimat.
1957 Erhebung zur Päpstlichen Basilika anlässlich des ununterbrochenen 300-jährigen Bestehens der Wallfahrt.
1987/88 Das von Papst Johannes Paul II. in Rom entzündete Licht des „2. Marianischen Jahres" brennt seit Advent 1987 in der Ampel vor dem Immakulata-Altar.
1998 Segnung des Kirchenfensters mit der Darstellung der Konpatrone Europas, Benedikt, Cyrill und Method, durch Papst Johannes Paul II. am 20. Juni in St. Pölten (s. Beichtkapelle). Die Verehrung dieser Heiligen entspricht ganz der geographischen und geschichtlichen Situation von Maria Dreieichen.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

2004 Auf diesem Hintergrund wurde die „Wallfahrt der Völker" nach Mariazell im Rahmen des „Mitteleuropäischen Katholikentages" am 20. Mai besonders für die Mariazell-Wallfahrer aus Tschechien, kurz nach ihrer Aufnahme in die EU, eine aktuelle Weiterführung ihrer religiösen Traditionen.
Am 17. Mai machten 200 jugendliche Katholiken Mährens auf ihrer Fußwallfahrt nach Mariazell in Maria Dreieichen die erste Station. Der sie begleitende Bischof von Ostrava (Mährisch Ostrau) segnete damals das östliche Turmkreuz, bevor es auf den Turmhelm gesetzt wurde. Der traditionell mitgegebenen Kapsel liegt bei: ein Dokument mit 200 Unterschriften der Jugendlichen, das Zeugnis der Versöhnungsbereitschaft des Verbandes der heimatvertriebenen Südmährer sowie ein Brief mit dem völkerverbindenen Großmut einer heimatvertriebenen christlichen Familie.
Viele Menschen pilgern einzeln zur Schmerzhaften Muttergottes aber auch gemeinsam (150 angemeldete Gruppen). Seit der politischen Wende kommen auch die tschechischsprachigen Südmährer wie früher wieder hierher, direkt als česká pout' oder auf dem Durchzug nach Mariazell.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Seit Jahrhunderten kommen die Menschen in Freud und Leid nach Maria Dreieichen, um sich der Gottesmutter anzuvertrauen. Sie sagen Dank für die Heilung von Krankheit, Dank für den erwiesenen Beistand, erbitten Orientierung oder Klärung in Lebensfragen und Schutz vor Gefahren, wollen Buße tun oder Zeugnis geben für den Glauben und suchen die Nähe zu Gott. Sie vertrauen auf Maria, ihre Begleitung, ihren Schutz und ihre Fürsprache.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Die Gnadenstatue, Zielpunkt jeder Dreieichen-Wallfahrt, nimmt auf dem Hochaltar eine zentrale Stellung ein. Liebevoll drückt Maria den Kopf ihres am Kreuz geopferten Sohnes an ihr Gesicht, das Würde und Größe zeigt und die Bereitschaft, das Opfer ihres Sohnes in vorbehaltloser Liebe mitzutragen. Dieser letzte Abschied der Mutter nach der Kreuzabnahme ist zugleich ein gläubiges Bekenntnis zur kommenden Auferstehung. Als erste Jüngerin bekennt Maria, dass Jesus mit seiner Opferhingabe das Schicksal der ganzen Menschheit zum Heil gewendet hat.

Die Verehrung der Schmerzensmutter will nicht nur die Schmerzen des Erlösers, sondern auch das Mitleben und Mitleiden seiner Mutter verehren. Die zärtliche Geste der liebevollen Dankbarkeit für alles, was der Erlöser, ihr Sohn, für die Menschen getan bzw. erlitten hat, ist in dieser Form der Darstellung eher selten zu finden. Öfter sieht man ihr Herz von einem oder sieben Schwertern durchbohrt.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Kuppelfresko - Von Paul Troger 1752 am Ende seines Lebens geschaffen: „Maria in der Vollendung des Himmels", in die sie von ihrem erhöhten Sohn aufgenommen wird. Im Zentrum steht die Heiligste Dreifaltigkeit: ein majestätischer Gott Vater, der geheimnisvoll im Halbdunkel verborgen die Erde segnet, Gott Sohn in der Verklärung der Auferstehung, der seine mit blauem Mantel bekleidete, im Lichtglanz von Sonne und Mond stehende Mutter zum Thron des Vaters geleitet, und das Symbol Gottes des Hl. Geistes im Scheitel der Kuppel. Das Fresko will am Lebensschicksal Mariens - am Hochaltar in der bittersten Stunde ihres Mitlebens mit Christus, hier in der Kuppel in der glücklichsten Stunde als Ersterlöste durch Jesus - unser aller christliche Berufung verdeutlichen: das neue und beglückende Leben des Menschen in der Gegenwart Gottes.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Auf dem Hochaltar, hinter dem Gnadenbild, sieht man ein Stuckrelief, das die drei Eichenstämme ohne Kronen und mit den nach dem Brand wieder aufsprossenden Blätterbüscheln darstellt. Tabernakel und Gnadenstatue gehören optisch zur Kirche, wie auch die zwei mächtigen Stuccosäulen mit ihren vergol-deten korinthischen Kapitellen. Diese bilden den Rahmen eines „Fensters" und wollen den Eindruck erwecken, dass die Bäume sozusagen im Halbdunkel des Waldes, „draussen" stehen und nicht mehr im Kirchenraum.

Oben im Sprenggiebel sieht man eine schöne Skulptur der Heiligsten Dreifaltigkeit: Gott Vater in einer Engelglorie, Gott Sohn ist angedeutet durch das Kreuz, Gott Heiliger Geist durch die Taube zu Füßen des Vaters.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

In der Gründungslegende erhält der Kürschnermeister Weinberger im Traum den Auftrag, ein Marienbild aus Wachs auf den Molder Berg zu tragen und es auf einer dreifach gespaltenen Eiche aufzuhängen. Er schiebt dies immer wieder hinaus, denn das Bildnis ist ihm ans Herz gewachsen. Auf einer seiner Handelsreisen wird er von Müdigkeit übermannt und schläft unter einem Birnbaum ein. Als er erwacht, fällt sein Blick auf die dreifach gespaltene Eiche. Nun endlich bringt er das Bild an der Stelle an. Dr. Jantsch schreibt in seinem Buch Kultplätze im Land um Wien: "Der dreifach gespaltene Baum deutet auf eine unterirdische Wasserader hin, auf das heilige Bründl... Dass der Altar der Kirche nicht nach Osten, sondern nach Norden ausgerichtet ist, dürfte mit der Quelle zusammenhängen, die hinter oder vielleicht früher auch unter dem Altar vorbeifloss. Das fließende, ziehende Wasser war wichtig für einen Platz, wo man Kirchen hinstellte. Unsere Vorfahren pflegten bei den Steinen, Quellen und Bäumen zu beten und zu opfern. Fast alle unsere Wallfahrtsorte wurden schon in vorchristlicher Zeit aufgesucht und verehrt, in der Dreieichen, wie es der Name sagt, gab es einen Baumkult." Nach der Zerstörung des Bildes durch einen Brand ließ der Horner Bürgermeister 1679 eine Gnadenstatue aus Holz anfertigen, der Baum trieb neu aus, was man als Wunder wertete. Da immer mehr Wallfahrer herbeiströmten, errichtete Graf Hoyos um 1700 eine Einsiedelei beim Bründl, um die Betreuung des Gnadenortes sicherzustellen; sie bestand bis 1782. Die Kirche selbst wurde ab 1744 gänzlich neu erbaut, nachdem vorher eine Kapelle gestanden war. 1957 wurde sie zur Basilika minor erhoben. Hinter dem Hochaltar befinden sich noch drei Stücke der Eiche. Die Wallfahrtskirche ist prächtig. An ihrer Ausstattung waren drei große österreichische Barockmaler beteiligt, Paul Troger, Johann Bergl und Johann Hautzinger.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Kirchenfenster mit der Darstellung der Konpatrone Europas, Benedikt, Cyrill und Method in der Beichtkapelle

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Die Hauptorgel der Basilika wurde im Jahr 1780 von Anton Pfliegler erbaut. Eine Inschrift am Windkanal des Hauptwerkes lautet: „Diese Orgel ist von dem Herrn Anton Pfliegler gemacht und zum ersten Mal den 8. September geschlagen worden. 1780“. Pfliegler weicht erstmals vom barocken Gehäusetypus aus, die beiden Hauptkästen spiegeln bereits den beginnenden Klassizismus wider. Das Werk blieb von größeren Eingriffen verschont und stellt heute das größte original erhalten Werk von Anton Pfliegler dar. Von 1964 bis 1967 wurde eine Teilrestaurierung von OBM Arnulf Klebel durchgeführt, wobei das Register Cimbal 1′ im Hauptwerk rekonstruiert wurde.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Im Wald nördlich der Wallfahrtskirche steht eine gänzlich erneuerte Kapelle unter einem Satteldach mit Tonnengewölbe und Rundapsis. Innen zeigt ein Relief (Kartusche) das Gnadenbild Maria Dreieichen um 1750. 1983 gestaltete der Maler Herbert Puschnik das Giebelsgraffito der Kapelle und die Kreuzwegstationen am Bründlweg.

Hecht Kreuz, 19. Jahrhundert, 1. Hälfte
Links von der Bründlkapelle in Maria Dreieichen auf einem 1 m hohen, geschwungenen Sockel steht Richtung Süden ausgerichtet ein 4 m hohes Hochkreuz mit Gußkorpus und Blechdach. Auf der Vorderseite des Sockels befindet sich eine Inschrift. Zu Füßen des Gekreuzigten Kupferrelief mit Inschrift: 'Jesus wird ins Grab gelegt'.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Nördlich der Basilika Maria Dreieichen im Bründlgraben befindet sich die Bründlkapelle, ein von beiden Seiten durch eine 1,5 m hohe Steinmauer eingefasster, gänzlich erneuerter Bau mit Satteldach, Tonnengewölbe und Rundapsis.
Auf der Vorderseite befindet sich ein Giebelsgraffito. Vor dem Kapelleninnenraum ein Schmiedeeisengitter, davor die Quelle des Bründls.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Grasel-Höhle: In unmittelbarer Nähe der Bründlkapelle befindet sich eine Höhle, die in Volkserzählungen mit dem Räuberhauptmann Johann Georg Grasel (1790–1818) in Verbindung gebracht wird, der sie als Unterschlupf genutzt haben soll. Historische Belege dafür fehlen jedoch.

Im Bründlgraben nördlich der Basilika Maria Dreieichen befindet sich die Graselhöhle, benannt nach dem berüchtigten Räuber Johann Georg Grasel. Es handelt sich um eine Naturhöhle, die laut Beschreibung des Historikers Dr. Erich Rabl aus Horn mit Grasel überhaupt nichts Gemeinsames hat: Der am 4.4.1790 in Mähren geborene und am 31.1.1818 in Wien hingerichtete Räuber Johann Georg Grasel trieb im Wald - und Weinviertel sowie in Südmähren sein Unwesen. Zwischen 1806 und 1815 beging er 205 Straftaten. Schon zeitlebens erlangte er legendäre Berühmtheit, indem er zu einer Art 'Robin Hood' gemacht wurde. Eine reiche Erzähltradition (Romane, Novellen, Bühnenstücke und Filme) hat sich des Grasels bemächtigt, und in der zeitlichen Distanz zu seinem räuberischen Leben wurde das reale Bild immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Der Phantasie der Menschen sind die zahlreichen Graselhöhlen entsprungen.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Die Quelle entspringt unter Bäumen vor einer steil abfallenden Schlucht. Radiästhetisch gibt es eine Verbindung zur wenige Meter entfernten Graslhöhle, die eine Kulthöhle gewesen sein dürfte. Jantsch schreibt über die Verbindung von Baum, Quelle, Höhle und Stein, die in unserer kultischen Vergangenheit eine große Rolle gespielt hat. Der hier fehlende Stein befindet sich auf dem Moldner Dorfplatz neben der Florianistatue. Er ist bearbeitet und hat mehrere schöne Schälchen. Vielleicht war er ursprünglich Teil des Kultbezirkes und wurde fortgeschafft. Das Bründl läuft vor der Andachtsstätte über ein Rohr in einen kleinen Steingrander. Viele Menschen kommen, um sich die Augen auszuwaschen und um zu trinken.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Der Chorbereich wurde 1760 gebaut. Die südliche Turmfassade war 1733 bis zum Mittelgeschoß vollendet. 1783 wurde die Kirche selbst Pfarre mit den Orten Mold, Mörtersdorf und Zaingrub sowie bis 1928 Teilen des Ortes Rosenburg. Seit 1785 ist sie Teil des damals gegründeten Dekanats Horn.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

Die Türme wurden von 1814 bis 1819 in etwas geänderter Form von Karl Benedikter fertiggestellt. Den Türmen mit runden Uhrengiebeln und Zwiebelhelmen ist im mittleren Rechteckportal eine Kegeltreppe vorgelagert. Im dritten Geschoß sind Fensternischen mit der Zentralfigur Maria Dreieichen flankiert von den Heiligen Petrus und Paulus, darüber die Figur Gottvater mit seitlichen Flammenvasen. Der plastische Schmuck ist von Franz Leopold Farmacher mit Vertrag von 1745. An das Langhaus schließt ein zweijochiger Chor an, flankiert von einer Sakristei und einer Beichtkapelle, wobei im flachrunden Chorschluss mittig das Portal zum Rest der ehemaligen Steinkapelle führt, nun Schatzkammer genannt, welche das Gnadenbild beinhaltet.

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026

 Basilika Maria Dreieichen, April 2026



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: