Neusiedl am See

die zweitgrößte Stadt im Burgenland, Mai 2026

Neusiedl am See (ungarisch Nezsider, kroatisch Niuzalj) ist die zweitgrößte Stadt im österreichischen Burgenland. Die Einkaufs- und Schulstadt Neusiedl am See ist zugleich Bezirksvorort (burgenländische Bezeichnung für Bezirkshauptstadt) des Bezirks Neusiedl am See. Neusiedl am See, in 133 m Seehöhe gelegen, befindet sich am Nordufer des Neusiedler Sees zwischen den Ausläufern des Leithagebirges und der Parndorfer Platte. Das Gemeindegebiet ist durch die umliegenden Weingärten sowie durch den Kalvarienberg und das Lehm-Massiv Taborberg geprägt.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Im Volksmund erhielt diese Madonnenstatue den Beinamen „Blaues Kreuz", weil der Umhang Marias ursprünglich blau bemalt war. Die Mutter Gottes ist hier als Immaculata dargestellt. Der Bildstock wurde von einem Neusiedler Bürger im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts gestiftet. Maria Immaculata auf Weltkugel mit Schlange über sich nach oben verjüngendem quadratischen Pfeiler mit Akanthus-Volutenkapitell. Die Mariensäule stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts

Um das Blaue Kreuz rankt sich eine Legende. In früheren Jahrhunderten trat der See oft über seine Ufer. Als das Hochwasser den Ort wieder einmal gefährlich bedrohte, pilgerten die frommen Bewohner zum Blauen Kreuz. Die Madonna soll daraufhin den Kopf gegen den See gewandt haben, und augenblicklich wich das Wasser zurück.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die erste urkundliche Erwähnung von "Sumbotheil" (dt. Samstagmarkt) stammt aus dem Jahr 1209. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Ort durch die Mongolen zerstört und um 1282 unter dem Namen "Niusidel" neu besiedelt. 1517 erhielt Neusiedl das Marktrecht. Neusiedl wurde 1683 im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung und 1708 durch die Kuruzen verwüstet. 1926 erhielt Neusiedl am See das Stadtrecht, um welches bereits 1824 vergeblich angesucht worden war.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Zierbrunnen im Goldbergpark in Neusiedl am See. Der Brunnen wurde anlässlich des 800-jährigen Bestehens der Stadt errichtet. Am Brunnenbecken befinden sich verschieden Reliefs wie das des Hl. Nikolaus mit dem Hl. Gallus sowie mehrere Inschriften.

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"Lebensbrunnen" - Das Kunstwerk vor dem AMS
Das Werk trägt den Namen "Lebensbrunnen", der auf das unersetzbare Element Wasser verweist. Entworfen, konzipiert und die Inschrift getextet wurde aus einer kreativen Hand: Dr. Hermann Bergmann kann sich mit Stolz als Vater des Brunnen bezeichnen. Um die Finanzierung hat sich Sepp Gmasz gekümmert und kunstvoll gegossen wurde das Werk anschließend von Walter Rom.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die sogenannte Pestsäule wurde 1696 errichtet und stand einst mitten auf der Kreuzung Eisenstädterstraße–Wienerstraße, also außerhalb des oberen Stadttores. Die vier Nischen enthalten die Figuren der Hl. Nikolaus, Donatus, Maria als Patrona Hungariae sowie die Heilige Dreifaltigkeit, eigentlich also nicht die typischen Pestpatrone. Auf dem Pyramidendach stand ursprünglich eine Statue des Hl. Florian. 1930 wurde die Statue von einem LKW zerstört, nach ihrer Restaurierung wieder aufgestellt und 1960 im Zuge des neuen Straßenbaus versetzt. Ihren heutigen Standort erhielt sie im Rahmen der Neugestaltung des Goldbergparkes.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Pestsäule - Der Bildstock befindet sich heute in der Wienerstraße im Goldbergpark. Es handelt sich um einen Tabernakelpfeiler in nachgotischen Formen mit geknickten Kreuzrosen und einem steinernen Pyramidendach. Die Pestsäule zeigt vier Nischenfiguren und trägt die Inschrift „Errichtet 1696“.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Kellergasse in Neusiedl am See

 Neusiedl am See, Mai 2026

Kellergasse in Neusiedl am See

 Neusiedl am See, Mai 2026

Ruine Tabor - Heimliches Wahrzeichen der Stadt
Lange Zeit wurde die Burgruine für ein römerzeitliches Bauwerk gehalten. Tatsächlich stammt sie aus dem Mittelalter, ihre Mauerkonstruktion deutet auf das 14./15. Jahrhundert hin. Die Funktion ist nicht ganz geklärt: entweder diente sie als königliche Wohnburg oder als Wehrturm.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Später wurde der Tabor zur Verteidigung eingesetzt. 1708 wurde er mit Palisaden und Holzpfählen befestigt; dennoch konnte er dem Ansturm der Kuruzzen nicht standhalten. Die Tabor-Ruine liegt auf einer Erhöhung. Von ihren hoch aufragenden Mauern hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt und den See.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die Ruine Tabor gilt als Wahrzeichen der Stadtgemeinde Neusiedl am See. Immer wieder wird dieser mächtige Quaderbau für ein römerzeitliches Bauwerk gehalten. Tatsächlich stammt er aus dem Mittelalter. Vermutlich gehörte er schon im 14. Jahrhundert zu einem Verteidigungssystem an der Grenze zwischen Cisleithanien und Transleithanien. Während der Kuruzzenkriege (Aufständische im Königlichen Ungarn) diente er als Fluchtburg, wurde jedoch 1708 eingenommen und großteils zerstört. Der legendäre Gang, der von hier aus unterirdisch in die Stadt führen soll, konnte bisher noch nicht entdeckt werden. Das Gelände um den Tabor, das ursprünglich als Viehweide diente, ließ die vermögende Neusiedlerin Karoline Stöckl um 1900 als Park anlegen. Heute dient die Ruine als Symbol für die bewegte Vergangenheit der Stadt.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die Ruine am Tabor gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt. Lange Zeit wurde diese Burgruine für ein römerzeitliches Bauwerk gehalten. Das um 1400 errichtete Bauwerk diente als Wohnburg mehrerer ungarischer Königinnen, die hier vorübergehend zur Jagd weilten. Endgültig zerstört wurde der Tabor bei der Eroberung durch die Kuruzzen im Jahr 1708. Die frühesten Ansichten aus dem 18. Jahrhundert zeigen bereits eine Ruine, die auf einem breit angelegten Erdwall thront. Das lange Zeit als Weidefläche genützte Umland des Tabors wurde um 1900 mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt und nach der vermögenden Stifterin der Bepflanzung, Karoline Stöckl, als „Karolinenpark“ bezeichnet.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Neusiedl am See, in 133 m Seehöhe gelegen, befindet sich am Nordufer des Neusiedler Sees zwischen den Ausläufern des Leithagebirges und der Parndorfer Platte. Das Gemeindegebiet ist geprägt durch die umliegenden Weingärten sowie durch den Kalvarienberg und das Lehm-Massiv Taborberg. 650 ha des Stadtgebietes liegen im Nationalparkgebiet Zitzmannsdorfer Wiesen.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Der Stöcklbrunnen wurde im Jahr 1892 als Stiftung des wohlhabenden bürgerlichen Ehepaares Josef und Caroline Stöckl errichtet. Daher auch der Name. Der Brunnen sollte den einst zahlreichen Besuchern der Wochen- und Monatsmärkte zur Labung dienen. Zurzeit der legendären Neusiedler Gladiolenfeste wurde er bisweilen auch als „Weinbrunnen“ genutzt.

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Die Große Pestsäule (auch: Dreifaltigkeitssäule) wurde im Jahr 1713 nach dem letzten großen Pestjahr errichtet. Es handelt sich um ein Werk von Elias Hügel, einem angesehen Hofsteinmetzmeister aus Kaisersteinbruch. Die Heilige Dreifaltigkeit thront auf einer hohen Säule, ihr zu Füßen sind die Heiligen Johannes Nepomuk, Rochus, Rosalia und Sebastian gruppiert. Alle vier wurden in der Barockzeit in unserer Gegend als Pestheilige besonders verehrt.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die Große Pestsäule wurde 1713 nach dem letzten großen Pestjahr über Auftrag der Gemeinde von Elias Hügel, dem angesehenen Hofsteinmetzmeister aus Kaisersteinbruch errichtet. Die Heilige Dreifaltigkeit in der Manier Albrecht Dürers, auf einer hohen Säule thronend, ist von den Statuen der Pestheiligen Johannes Nepomuk, Rochus, Rosalia (ruhend mit einem Kreuz dargestellt) und Sebastian umgeben.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Brenner Hof - Edelhof seit 1565, benannt nach dem „Dreißiger" Pankratius Mathias Brenner, ab 1712 Wirtshaus zum Goldenen Adler

Brennerscher Hof im Stadtzentrum mit Glockenturm.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Neusiedl lebt von Weinbau, Tourismus und zahlreichen Gewerbebetrieben.
Süss Josef Weinbau, Hauptpl. 16, 7100 Neusiedl am See

 Neusiedl am See, Mai 2026

Das Rathaus befindet sich am Hauptplatz 1 in Neusiedl am See.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Störche gibt es nicht nur in Rust.

 Neusiedl am See, Mai 2026

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die Florianisäule ist wahrscheinlich das Werk eines italienischen Künstlers. Das Denkmal zeigt eine Florianfigur auf hohem, geschweiftem Postament sowie eine Kartusche mit Jahreszahl 1745. Restauriert wurde es in den Jahren 1925 und 1960.

Florianfigur auf hohem, geschweiftem Postament, Kartusche am Sockel zeigt Wappen von Neusiedl am See, bez. 1745.

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Stadtpfarrkirche Neusiedl am See
Das Gotteshaus ist den Heiligen Nikolaus von Myra und Abt Gallus geweiht.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Der Markt Neusiedl am See besaß vermutlich schon vor seiner ersten urkundlichen Erwähnung 1209 eine romanische Kirche. Nach der Zerstörung im Mongolensturm 1241 wurde das Gotteshaus wiedererrichtet und nachweislich in den Jahren 1460-64 in gotischem Stil umgebaut. Pfarrer Johann Aichmiller ließ 1633 das gotische Gewölbe durch ein Tonnengewölbe ersetzen sowie den Turm und die Strebepfeiler erneuern. Die schräg gestellten Stützpfeiler markieren noch heute die Ausmaße der ursprünglichen Kirche, Auch die Seitenkapelle mit dem gotischen Fenster existierte damals schon. Die Sakristeien stammen aus späterer Zeit.

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Das Kriegerdenkmal im Kirchenpark erinnert an die Verstorbenen und wurde im Jahr 1922 vom Neusiedler Bildhauer Georg Maxwald errichtet. Ursprünglich stand das Monument vor dem Rathaus, wurde jedoch in den 1950er Jahren aus Platzgründen in den Kirchenpark versetzt. Das Soldatendenkmal befindet sich zwischen Kirche und Friedhof. Es ist eine quadratische Säule auf einem Sockel mit der Statue eines Soldaten, gestützt von einem Engel mit einem Lorbeerkranz in der Hand, flankiert von Namenstafeln.

DEN GEFALLENEN U. VERMISSTEN DES 1. UND 2. WELTKRIEGES
GEWIDMET VON DER STADTGEMEINDE NEUSIEDL A. SEE

 Neusiedl am See, Mai 2026

Grab-/Kriegerdenkmal
Diesen Weg hier müssen alle gehn, 1918, Vergesset nicht der gefallenen Krieger

 Neusiedl am See, Mai 2026

Neben dem Eingang auf der Südseite der von einer Darstellung des hl. Nikolaus überhöht ist, konnte das ursprüngliche gotische Portal freigelegt werden. Die lebensgroße Kreuzigungsgruppe in der Nische daneben steht über der Gruft des kaiserlichen Dreißigers (Zolleinnehmer) Matthias Pancratius Brenner. Er gründete 1671 die Neusiedler Rosenkranzbruderschaft.

Im Zuge der Türkenbelagerung erlitt die Kirche schwere Brandschäden, ebenso beim Kuruzzenkampf des Jahres 1708. Nach schweren Windschäden und weil die Kirche allmählich zu klein geworden war, erfolgte in den Jahren 1736 bis 1738 eine Generalrestaurierung mit Erweiterung des neuen Chores. Auch der Kirchturm mit dem schönen Zwiebelhelm wurde in barockem Stil neu errichtet. Die Planung und Bauleitung lag in den Händen des Brucker Baumeisters Johann Georg Wimpassinger, einem engen Mitarbeiter Lukas von Hildebrandts.

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Aus der Zeit der barocken Umgestaltung stammt das Hochaltarbild, das der Neusiedler Maler Johann Länner 1738 anfertigte. Nikolaus und Gallus huldigen der Muttergottes und dem Jesuskind. Am unteren Rand des Bildes ist eine zeitgenössische Darstellung des Ortes zu bewundern. Den frei stehenden Hochaltar flankieren die Apostel Petrus und Paulus.

Bemerkenswert ist die „Fischerkanzel" (um 1800). Sie zeigt Christus mit Petrus und Johannes in einem Segelboot mit Mast und Takelage.

Der linke Seitenaltar ist dem Herzen Jesu geweiht. Links von Gott Vater als Weltenherrscher ist der hl. Dominikus zu sehen, zu seinen Füßen ein Hund mit einer Fackel im Maul; rechts Thomas von Aquin. Die Heiligen darunter stellen Apostel dar.

Der rechte Seitenaltar zeigt ein Bild mit dem Herzen Mariens. Seitlich vom Aufsatzbild mit dem brennenden Dornbusch stehen die hl. Katharina und die hl. Barbara mit dem Turm; am Fuß der Säulen die hl. Elisabeth als Bettlerin, ihr gegenüber ihre Nichte Margareta von Ungarn.

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Die Deckenfresken schuf der akademische Maler Hans A. Brunner im Jahr 1951. Über dem Presbyterium ist zu Füßen der Himmelskönigin Papst Pius XII. abgebildet. Er weiht ihr das im Heiligen Jahr 1950 erlassene Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Das große Fresko im Mittelraum stellt Bischof Nikolaus als Patron der Schifffahrt dar, die Szene über dem Chor zeigt Abt Gallus mit den Neusiedler Weinbauen.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die kunstvoll gestaltete Orgelanlage aus dem Jahr 1775 wurde durch die Firma Rieger 1979 erneuert. Die Glasfenster, gestiftet von wohlhabenden Neusiedler Bürgern, stammen aus der Zeit um 1910. Bei den modernen Kunstwerken in der rechten Sakristei handelt es sich um Arbeiten des Neusiedler Künstlers Hermann Bergmann. Die eigentliche Sakristei, links vom Hochaltar, wurde im Jahr 2010 neu eingerichtet.

Die Pfarrkirche in erhöhter Lage abseits der Hauptstraße ist ein im Kern gotischer, in der Barockzeit umgestalteter und erweiterter Sakralbau. Das fünfjochige Schiff erhielt bereits im Frühbarock ein Tonnengewölbe an Stelle der mittelalterlichen Spitzbögen. Nach schweren Schäden durch Brände wurde die Kirche ab 1735 nach Westen erweitert, ausführender Baumeister war Johann Georg Wimpassinger. Der quadratische Ostturm mit einem Zwiebelhelm von 1737 wurde neu errichtet. Im Innenraum ist vor allem die sogenannte Fischerkanzel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bemerkenswert. Das Hochaltarbild aus dem Jahr 1738 mit einer alten Ansicht von Neusiedl erhielt 1898 eine neue Umrahmung.

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Das fünfjochige Kirchenschiff ist tonnengewölbt mit Stichkappen. Das Gewölbe ruht auf flachen Pilastern. Die Westempore hat keine Stützen. An der geraden Brüstung ist vergoldeter Dekor. Über den Pilastern ist ein durchlaufendes Gesims. Die Deckengemälde stammen von H. A. Brunner aus dem Jahr 1951. Das Bild zeigt „Mariä Himmelfahrt“. Der Triumphbogen ist rundbogig. Über dem quadratischen Chorjoch ist Platzlgewölbe. Die Apsis ist schalengewölbt.

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Röm. kath. Stadtpfarrkirche zum Hl. Nikolaus und Gallus
Die Pfarre wurde vor 1313 gegründet. Ein gotischer Bau wird urkundlich erstmals 1464 erwähnt. Im Zuge der Ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 dürfte die Kirche, so wie der ganze Ort, abgebrannt sein. Im Jahr 1633 erfolgte unter dem Pfarrer Johann Aichmüller eine Generalrenovierung. Dabei wurde unter anderem das gotische Spitzbogengewölbe durch das runde Tonnengewölbe, das bis heute geblieben ist, ersetzt. Während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung brannte die Kirche 1683 abermals ab. Der Bau wurde 1685 erneuert und 1708 beim Kuruzenaufstand geplündert. Von 1735 bis 1737 wurde die Kirche unter Baumeister Wimpassinger, dem Stadtbaumeister von Bruck an der Leitha, erweitert. Dabei erfolgte eine Verlängerung des Kirchenschiffes um rund zehn Meter Richtung Westen und das Hauptportal wurde in die Mitte der Südwand versetzt sowie eine kleine Vorhalle als Windfang vorgebaut. Im Jahr 1737 wurde der baufällige Kirchturm durch einen Neubau ersetzt. Die Sakristeien mit den Oratorien wurden 1791 unter Baumeister Anton Froschauer gebaut.

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Brunnenhaus

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Die Klosterschule - Volksschule und Mittelschule Neusiedl am See

 Neusiedl am See, Mai 2026

Bezirksgericht, Untere Hauptstraße 57, das zweigeschoßige Gebäude wurde 1904 errichtet.

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Nyikospark

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die Christussäule im Nyikos Park, der vermutlich älteste Bildstock in Neusiedl, wurde 1609 errichtet. Es handelt sich um eine Lichtsäule mit abgefasten Steinpfeiler mit einem Tabernakelaufsatz zwischen profilierten Gesimsen, auf der in späterer Zeit eine Christusdarstellung als Auferstandener gesetzt wurde. Die Inschrift „A.O.D.Z.R.” weist auf den Stifter hin, nämlich Andreas Oppitz Der Zeit Richter. Die Statue, ursprünglich eine Wegsäule, ziert heute den Nyikos Park. Das dazu gehörige Gasthaus entstand einst als Neusiedler Offiziers Casino.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Kalvarienberg - Kraftort mit Traumblick
Der Kalvarienberg am östlichen Ortsrand von Neusiedl am See ist seit jeher Anziehungspunkt für viele Menschen.
Besuchen Sie den Kreuzweg und genießen Sie die Stille der einzigartigen Natur, inmitten vieler seltener Pflanzen. Vom höchsten Punkt der Erhebung eröffnet sich ein traumhafter Panoramablick über den Neusiedler See, den gesamten Seewinkel und das Leithagebirge.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Das Armeseelenkreuz wurde 1753 errichtet. Das hohe, glatte Steinkreuz steht auf einem barock geschweiften Sockel. Davor sieht man eine Pietá von schlichter Schönheit mit der schmerzhaften Muttergottes und dem vom Kreuz genommen Jesus. Darunter die Inschrift: „O Maria Du schmerzhafte Mutter mein laß Dir die armen Seelen befohlen sein“. Im Sockel ist ein Relief eingemeißelt, das drei arme menschliche Seelen im Fegefeuer zeigt. In der Nähe des Denkmals befand sich der Cholera-Friedhof, wo die 58 Toten der Epidemie des Jahres 1831 notdürftig begraben wurden.

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Figurenbildstock hl. Jakob

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Die Einsiedlerkapelle hat ihren Namen von dem Eremiten, der hier am Fuße des Kalvarienbergs einst sein beschaulich-frommes Dasein fristete. Sie ist dem Hl. Johannes von Nepomuk geweiht und eine Stiftung des wohlhabenden Fleischhauers und Marktrichters Johann Georg Fischbach. Er ließ sie im Jahre 1739 zur Verehrung seines Namenspatrons errichten. Die Johanneskapelle, auch Eremitenkapelle oder Einsiedlerkapelle genannt, ist ein barocker Bau mit geschweiftem Rundgiebel und Dachreiter am Fuße des Kalvarienberges. In der Giebelnische befindet sich eine steinerne Immaculata, über dem Portal eine Kartusche mit Inschrift des Stifters.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Neben der schönen Architektur sind auch die steinernen Figuren der Unbefleckten Empfängnis sowie der Pestheiligen Rochus und Sebastian im Inneren der Kapelle bemerkenswert.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Die Anlage wurde 1871 von Paul Schmückl gestiftet. Den Kreuzweg säumen 12 neogotische Bildstöcke mit Reliefs. Die 13. Station (Grablegung) befindet sich ostseitig in einer Nische der Kalvarienbergkapelle.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Kalvarienberg - Die 1872 errichteten, vom Neusiedler Bürger Paul Schmückl gestifteten Kreuzwegstationen, Kapelle und Kreuzigungsgruppe sind ein Werk des Neusiedler Steinmetzmeisters Jakob Schaffrian und des jungen Bildhauers Daniel Hafner. Noch heute findet hier in der Karwoche eine Kreuzweg-Prozession statt.

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Der Gedenkstein der Serben befindet sich entlang des Kreuzweges am Kalvarienberg. Er soll an die fast 5000 Opfer des serbischen Interniertenlagers 1914-1918 erinnern.

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Bewohner und Gäste schätzen die Besonderheit dieses außergewöhnlichen Ortes. Als Anerkennung für die Bemühungen um die Pflege und den Erhalt von Kultur und Natur am Kalvarienberg erklärte die Landesregierung diesen zum Naturdenkmal.

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Die neugotische Kapelle mit Fassadentürmchen am Südende der Stadt wurde 1871 von Paul Schmückl gestiftet.

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Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes. Ein Werk vom Bildhauer Schafran aus dem Jahr 1872.

 Neusiedl am See, Mai 2026

Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes.

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Die jahrelang auf der Neusiedlersee-Bahn eingesetzte GySEV 122 ist nunmehr beim Bahnhof Bad Neusiedl am See als Denkmal aufgestellt.

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GySEV 121 30.04.1980 > museal erhalten, Neufeld an der Leitha
GySEV 122 ÖStB T; 12.11.1945 > GySEV, 06.08.1981 > museal erhalten, Denkmal Bhf Bad Neusiedl
GySEV 123 29.03.1988 > museal erhalten, Rohrbach, Burgenland aufgestellt, ´24> Mönchhof aufgestellt
GySEV 124 xx.04.1989 > museal erhalten, 27.07.2002 > VEF Schwechat

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GySEV 122
GES.GEW. 54T. / KOHLENTENDER 5T. / WASSER 5,4T / GESCHW. 60KM/H. / GESAMTLÄNGE 10.93M

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: