Theodor Kery WP 2/3, A-2491 Neufeld/L.
+43/2624/54014 - office@websteiner.com
Ausstellung „KIND SEIN“.
Behütet oder schutzlos? Beflügelt oder unterdrückt? Wie eine
Gesellschaft mit ihren Kindern umgeht, sagt viel über sie aus. Die
Kindheit prägt uns wie keine andere Zeit. Aber was heißt es eigentlich,
ein Kind zu sein – damals und heute? 2023 lädt die Schallaburg dazu
ein, die Welt wieder mit Kinderaugen zu sehen.
Die Ausstellung geht der Frage nach, was es heißen kann, Kind zu sein.
Damals. Heute. Morgen. In Österreich und in anderen Teilen
Mitteleuropas. 15 Räume laden zu einer spannenden Reise mit vielen
Aha-Erlebnissen ein. Die Architektur der Räume ist so unterschiedlich
und abwechslungsreich wie die Ausstellung selbst. So reicht die Auswahl
und Präsentation der Exponate von einem Fallhut aus dem 18. Jahrhundert
bis zum Smartphone für Kinder. Eine Frage taucht in den verschiedenen
Räumen jedoch immer wieder auf: Was bedeutet Kindsein eigentlich? Und
was bedeutet Kindsein für Sie?

Die Schallaburg befindet sich rund sechs Kilometer südlich von Melk in
der Ortschaft Schallaburg der niederösterreichischen Gemeinde
Schollach. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Ab 1540
erfolgte der das heutige Erscheinungsbild prägende Um- und Ausbau zu
einem Renaissanceschloss. Seit 1974 dient das Schloss als
Ausstellungszentrum des Landes Niederösterreich und gilt zusammen mit
dem Stift Melk als eines der beliebtesten Ausflugsziele
Niederösterreichs.

Die Arkaden des großen Hofes, der die Form eines Trapezes hat, wurden
um 1575 errichtet. Sie erhielten eine Terrakottaverkleidung, die aus
rd. 1600 Einzelteilen besteht und die in dieser Art ein singuläres
Denkmal in der sogenannten deutschen Renaissance sind.

Der kleine Arkadenhof entstand im 13./14. Jahrhundert und der
Arkadeneinbau erfolgte um 1540/50. Im Nordosten des Hofes befindet sich
die Kapelle und gegenüber im Westen der die gesamte Anlage weit
überragende wahrzeichenhafte Aussichtsturm aus dem Ende des 16.
Jahrhunderts. Die acht Geschoße des Turmes sind durch Gesimse,
Putzbänder sowie gemalter Flächenquaderung und Streifenpilaster
geometrisch und rasterförmig gegliedert.

Funde beweisen eine Besiedelung des Burgberges schon um die Römerzeit.
Als erster Besitzer ist Sieghard von Schala bekannt, der 1104 in
Regensburg ermordet wurde. Schon kurze Zeit später starben die Grafen
von Schala aus. Im Jahr 1242 scheint die Burg in einer Urkunde erstmals
als Feste Schala auf. Vom 13. bis in das 15. Jahrhundert war sie im
Besitz der Herren von Zelking.

Von 1450 bis 1614 war die Schallaburg im Besitz der Herren von
Losenstein. In diese Zeit fällt auch der wesentliche Ausbau der Burg zu
einem Renaissanceschloss. Im nahen Loosdorf gründete Hans Wilhelm von
Losenstein die Hohe Schule Loosdorf für die protestantische Jugend,
dadurch wurde die Schallaburg im 16. Jahrhundert zum Zentrum der
Protestanten in Niederösterreich.

Nach dem Tod von Hans Wilhelm von Losenstein mussten die Erben wegen
Überschuldung die Burg an die Herren von Stubenberg verkaufen, die
ihrerseits 1660 aus religiösen Gründen gezwungen waren, die Herrschaft
an die Familie der Kletzl von Altenach zu verkaufen. 1762 erwarb
Bartholomäus III. von Tinti die Burg.







Der sogenannte „Plankensteiner Ofen" - Prunk-Kachelofen der ersten Hälfte 17. Jahrhundert
um 1910 unter den Grafen von Tinti von Plankenstein auf die Schallaburg
gekommen, bei der Renovierung der Schallaburg 1968/1974 abgebaut und
seither auf Hochregalen gelagert.



Karl Gustav Freiherr Tinti ließ von 1906 bis 1908 den großen Arkadenhof
renovieren. Der verarmte Hugo Freiherr von Tinti verkaufte schließlich
im Jahr 1940 das Schloss an Josef Freiherr von Nagel-Doornick aus
Westfalen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Burg als deutsches
Eigentum den USIA-Betrieben einverleibt und nach dem Staatsvertrag von
der Republik Österreich übernommen.





1968 kaufte das Land Niederösterreich die Anlage, renovierte sie und
eröffnete 1974 darin ein Ausstellungszentrum auf internationalem Niveau.


Als Kinder bauen wir uns Luftschlösser, müssen aber in einer Welt der
Erwachsenen leben. Sollen Erwartungen erfüllen und sind zugleich von
vielem ausgeschlossen. Sind Kinder dadurch behütet oder schutzlos?
Beflügelt oder unterdrückt? Wie eine Gesellschaft mit ihren Kindern
umgeht, sagt viel über sie aus.Was wir über das Kindsein zu wissen
glauben, befindet sich in stetiger Veränderung. Im Spannungsfeld
Familie und Gesellschaft ist es nötig, das Kindsein immer wieder neu zu
verhandeln. Die Kindheit prägt uns wie keine andere Zeit - das steht
außer Zweifel. Manche können es nicht erwarten, ihr zu entwachsen.
Andere blicken mit Wehmut und Sehnsucht auf sie zurück. Aber was
bedeutete es damals, ein Kind zu sein? Und was bedeutet es heute?

Sind wir schon da?
Sind wir Kinder, kann sich eine kurze Autofahrt ewig anfühlen und ein
halber Tag auf dem Spielplatz wie im Flug vergehen Auch als Erwachsene
empfinden wir Zeit unterschiedlich, viel hängt davon ab, ob man sich
langweill oder amüsiert. Im Kindesalter aber ist die Sache noch welt
komplizierter, müssen wir doch überhaupt erst lernen, was „Zeit" ist.
Begriffe wie „gestem", „heute" oder „morgen" kann unser Gehim erst mit
etwa drei Jahren einordnen. Langsam beginnen wir, nicht nur im Moment
zu leben. Ein Zurück gibt es nicht. Noch kniffliger ist es, Zeit und
Raum zusammenzubringer, etwa einer schwingenden Schaukel auszuweichen
Oder eine Straßenkreuzung sicher zu überqueren Mehr als zehn Jahre
braucht unser Gehim, bis es die Geschwindigkeit nahender Autos gut
abschätzen kann.

Spiel mir das Lied vom Klo
Unser Gehirn ist nicht zu beneiden: Besonders in den ersten
Lebensjahren hat es einen Körper zu steuern, der ihm nicht so recht
gehorchen will. Ein gutes Beispiel dafür ist das „Sauberwerden". Zuerst
ist es nämlich das Nervensystem, das die Entleerung von Darm und Blase
steuert. Bis das Gehirn das Kommando über die nötigen Muskeln
übernehmen kann, braucht es meist zwei bis drei Jahre. Zu früh mit dem
„Sauberkeitstraining" zu beginnen ist also vergebene Liebesmüh. Da
hilft es nicht einmal, wenn das Töpfchen eine fröhliche Melodie
anstimmt, sobald das Kind sein Geschäft verrichtet.
Singendes Töpfchen, Fisher-Price, 2022

Zahnungsphase einer Kaiserin
Dieser Milchzahn stammt von der späteren Kaiserin Elisabeth, besser
bekannt als Sisi. Was banal erscheinen mag, ist etwas Besonderes, denn
Sisi wurde bereits damit geboren. Das passiert sehr selten, und so gilt
ein „Geburtszahn" (Dens natalis) als Glücksbringer. Kein Wunder, dass
ihn Sisis Familie in einer aufwendigen Dose aufbewahrt hat!
Milchzahn Kaiserin Elisabeths, 1837, Wien, Schloß Schönbrunn

In einigen Gegenden Indiens wird anlässlich der ersten Menstruation
eines Mädchens die Ritusuddhi-Zeremonie begangen. Dabei bekommt das
Mädchen den sogenannten Halb-Sari geschenkt, eine Vorstufe zum vollen
Sari. Es wird nunmehr als dem Kindesalter entwachsen und bereit für den
Heiratsmarkt betrachtet, weshalb die Zeremonie häufig auch auf Kritik
stößt.
Halb-Sari, Chennai, Indien, 2010

Immer schön brav sein
In der Schule ging es immer schon um weit mehr als die Vermittlung von
Fertigkeiten und Inhalten laut Lehrplan. Schule sollte stets auch ein
Ort sein, an dem der Charakter geformt wird. So wie die Lehrpläne
unterliegen auch die Parameter der Persönlichkeitsbildung einem
laufenden Wandel: Früher standen vor allem Disziplin und Manieren im
Mittelpunkt, wie sie auf dieser Schulordnung vermerkt sind. Heute
konzentriert man sich oft auf andere „Soft Skills", etwa Teamfähigkeit.
Schulordnung, um 1950, Michelstetten
UNSERE SCHULORDNUNG
1. Wir kommen rein gewaschen, reinlich gekleidet und rechtzeitig in die Schule.
2. Auf dem Schulweg benehmen wir uns artig und anständig.
3. Vor dem Eintritt in das Schulhaus reinigen wir uns die Schuhe.
4. Die Knaben nehmen ihre Kopfbedeckung schon vor dem Eintreten in das
Klassenzimmer ab, die Mädchen sogleich nach dem Eintreten.
5. Im Klassenzimmer begeben wir uns sofort auf unsere Plätze und bereiten uns ruhig auf den Unterricht vor.
6. Wenn der Lehrer oder andere Personen das Klassenzimmer betreten oder verlassen, stehen wir auf und grüßen höflich.
7. Während des Unterrichtes bemühen wir uns, gerade zu sitzen und
aufmerksam zuzuhören. Werden wir gerufen, erheben wir uns rasch und
antworten laut und deutlich.
8. Wenn einer von uns zu spät kommen sollte, entschuldigt er sich
sofort. Gegen sämtliche Lehrpersonen sind wir ehrerbietig, gehorsam,
offen und wahr.
9. Während der Pause machen wir keinen Lärm. Beim Spiel im Schulhof
sind wir nicht ausgelassen. Zu unseren Mitschülern sind wir immer
freundlich und hilfsbereit. Wir wollen einander dienen!
10. In allen Streitfällen, die wir nicht allein in Güte schlichten
können, wenden wir uns vertrauensvoll an unseren Lehrer. Einen Verlust
oder einen Fund von Gegenständen melden wir sofort.
11. Wir halten unsere Schulräume rein. Auch Bücher und Hefte halten wir sauber und in gutem Zustande.
12. Wir werden daheim stets fleißig lernen und unsere Aufgaben gewissenhaft und rein ausarbeiten.

Wie entstand die Idee zu dieser Ausstellung? Wenn man Mutter oder Vater
wird, kommt die eigene Kindheit gewissermaßen zurück. Aber auch als
Onkel oder Patentante ohne eigene Kinder kann das passieren. Dieser
sehr persönliche Zugang weckte den Wunsch, das Thema aufzugreifen und
präsenter zu machen. Im Zuge erster Recherchen wurde zudem deutlich: Es
gab bislang wenige Ausstellungen, die sich mit den Themen Kind und
Kindheit auf psychologischer und soziologischer Ebene
auseinandersetzten. „Kind sein“ sollte eine Ausstellung werden, die
Erinnerungen aufleben lässt und gleichzeitig dem Kindsein eine
wertfreie Bühne bietet. Eine Ausstellung, die neue Fenster aufmacht in
die Geschichte, in andere Kulturen und Lebensweisen. Die andererseits
auch den heutigen Umgang mit Kindern kritisch beleuchtet. Sie möchte
die Augen öffnen für eine wichtige Gesellschaftsschicht, die oft
übergangen wird.

Tafeln wie die Großen
In gutem Haus waren Tischmanieren ein Muss. Zum spielerischen Üben gab
es für Kinder daher manchmal Miniaturgeschirr, wie es auch in
Puppenküchen verwendet wurde. Mitunter waren auch kleine Bierkrüge in
Verwendung. Der Kelch mit Patene war dafür gedacht, die Kommunion
nachzuspielen. Bei manchen Gefäßen ist allerdings unklar, ob sie als
Spielzeug, als Ziergegenstand oder als Salbendose dienten.
Miniaturgefäße, zumeist Augsburg, spätes 17./18. Jh., Silber, Ingolstadt

Männer und ihre Spielsachen ...
Dieses Tretauto ist ein Einzelstück, das ein Vater für seinen Sohn
gebaut hat. Was heute altmodisch erscheinen mag, entsprach zur Zeit
seiner Entstehung dem Design der aktuellen Automode. Damals waren Autos
nahezu reine Männersache. Das hat sich zwar längst geändert, doch gehen
Männer und Frauen heute noch anders mit dem Thema um: Laut Umfragen
finden Frauen das Auto vor allem praktisch, während es für viele Männer
auch als Statussymbol dient. Kein Wunder also, dass der Markt für
Spielzeugautos nach wie vor überwiegend auf Buben zugeschnitten ist.
Tretauto, um 1926

Rollenbild auf Schiene?
Fast solange es Eisenbahnen gibt, gibt es auch Spielzeug-Eisenbahnen
wie diese, die aus dem Besitz der Enkelsöhne von Erzherzog Franz
Ferdinand stammt. Da sich Modelleisenbahnen im Graubereich zwischen
Technik und Spielzeug bewegen, gehören sie zu jenen wenigen
Spielsachen, für die eine große Fangemeinde auch unter Erwachsenen
(meist Männern) existiert. Bis heute faszinieren sie vor allem Buben,
denen die Gesellschaft eine größere Nähe zur Technik zuschreibt als
Mädchen.
Märklin-Modelleisenbahn, 1930er-Jahre, Schloss Artstetten, Erzherzog Franz Ferdinand Museum

Im feinen Sonntagsblech
Ferdinand Karl war der älteste Sohn des Landesfürsten Leopold V. von
Tirol. Im Alter von 13 Jahren bekam er diese Rüstung geschenkt, eine
Miniaturversion jener seines Vaters. Gedacht war sie nicht zum Kämpfen,
sondern für öffentliche Auftritte. Der Bub trug in diesem Harnisch den
Stand seiner Familie zur Schau - und deren Reichtum, denn so eine
Rüstung kostete ein kleines Vermögen. Noch im 17. Jahrhundert diente
das Rittertum dem Adel als Vorbild. Die Aufschrift auf der Brust -
„Leges Urbanitates" („Gesetze der höfischen Bildung") - sollte den
Buben an die Ideale der adeligen Welt erinnern.
Halber Kinderharnisch, Christoph Krämer, Innsbruck, 1641, Wien, Kunsthistorisches Museum Wien

Praktisch und stylish
Erste Kinderwagen im heutigen Sinn wurden um 1840 in England
entwickelt. Damals wurden sie von Korbflechtern gebaut. Anfangs war der
Kinderwagen eine Sache reicher Bürgerfamilien, die sich idyllisch und
modisch in Szene setzen wollten. Den Kinderwagen schieben musste
freilich das Kindermädchen. Die Nachfrage wuchs rasch. Es entstand ein
ganzer Industriezweig, der eine breite Palette an Modellen mit
erstaunlichen technischen Details hervorbrachte vom schwenkbaren
Verdeck bis zum umbaufähigen Innenraum. Nur Bremsen erfanden die
Ingenieure erst in den 1930ern.
Kinderwagen „Excelsior Landau 201", 1886

Design trifft Technik
In den 1960er-Jahren griffen Kinderwagen wieder die Formen des 19.
Jahrhunderts auf, versehen freilich mit modernster Technik. Besonders
begehrt war italienisches Design. Der „Peg Marco" etwa glänzte mit
patentierter Delta-Aufhängung und Öldruckfederung. Außerdem war er -
wie fast alle Kinderwagen seit damals - klappbar, um ihn im Kofferraum
verstauen zu können. Der gemeinsame Ausflug im Auto war nämlich bereits
Teil der Inszenierung von Familie geworden.
Kinderwagen „Peg Marco", 1962
* * *
Papas ganzer Stolz
In den 1950er-Jahren verbreitete sich das Auto rasant. Die Kinderwagen
folgten nun dem Design der Auto-Industrie: Sie lagen tiefer, hatten
kleine Räder, und manche Modelle wie der „Bavaria" imitierten sogar
Stoßstangen. Die Kinderwagen waren damals bewusst nicht (nur) auf
Mütter als Zielgruppe ausgerichtet. Man wollte auch die Väter
begeistern, die meist darüber entschieden, welches Modell angeschafft
wurde. Den Kinderwagen selbst zu schieben, kam damals für die meisten
Männer aber nicht in Frage.
Kinderwagen „Bavaria", 1952

Legendärer Kinderreichtum
Herrscherin Maria Theresia brachte in 18 Jahren 16 Kinder zur Welt.
Diese Zahl war auch für damalige Verhältnisse hoch, aber nicht
einzigartig: Kinderreichtum war für alle adeligen Familien wichtig, und
angesichts hoher Kindersterblichkeit war es gut, eine „Reserve" zu
haben. Auch von Maria Theresias Kindern erlebten nur zehn das
Erwachsenenalter. Drei verstarben als Säuglinge. Sie sind rechts oben
als Engel dargestellt. Gestillt von Ammen und aufgezogen von
Kinderfrauen, war das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern in solchen
Familien gewiss kühler als heute.
Maria Theresia im Kreise ihrer Familie, unbekannter Künstler, nach 1756

Das Ausstellungszentrum Schallaburg in Niederösterreich steht nicht nur
für reine Wissensvermittlung. Als generationenübergreifendes
Gesamtkunstwerk ist sie ein Ort des Diskutierens und Erforschens. Auch
die Ausstellung „Kind sein“ will nicht belehren, sondern zum Staunen,
Nachdenken und Diskutieren anregen. Es werden Denkanstöße geboten, sich
mit dem Thema Kindsein neu auseinanderzusetzen. Schlaglichtern gleich
beleuchten wir die verschiedenen Aspekte des Kindseins und die
unterschiedlichen Perspektiven dieses großen Themas Kindheit. Wir
streifen dabei verschiedene Genres und Epochen und überschreiten
kulturelle Grenzen. Wir blicken in der Geschichte zurück, bis in die
Antike. Gleichzeitig wagen wir einen Blick in die Zukunft. Wie
beeinflusst die virtuelle Welt das Kindsein, die Kindheit an sich?
Dabei ist „Kind Sein“ mehr als nur eine Aneinanderreihung von
Gegenständen. Sie ermutigt vielmehr, etablierte Denk- und
Handlungsmuster kritisch zu hinterfragen. Und vor allem: Sie bietet
Kindern eine wertfreie Bühne. Auf dieser Bühne findet das unbekannte
Kind der Römerzeit genauso Platz wie die junge Elisabeth, die einmal
als Kaiserin Sisi bekannt werden wird. Diese Bühne ist voll mit
nostalgischen Erinnerungen, modernen Errungenschaften und Kuriositäten.
Aber auch mit Statistiken, die berühren. Es ist eine lockere
Herangehensweise an ein großes Thema, bewusst nicht streng nach
Lehrbuch. Die Ausstellung regt dazu an, miteinander reden – über die
eigenen Erinnerungen und das Leben im Heute.

Nach der Auffahrt und vor dem Burggraben befindet sich das sogenannte
„Jägerstöckl“. Die Durchfahrt des zweigeschoßigen Längstorbaus hat
beidseitig Rundbogentore in rustiziertem rechteckigem Portalfeld mit
Verdachung. Nach dem Burggraben wurde ein zweigeschoßiger Quertorbau
errichtet, der „Försterstöckl“ bezeichnet wird. Das repräsentative
Portal ist mit 1573 bezeichnet. Über der Durchfahrt das Wappen
Losenstein/Rogendorf in Kartuschenrahmung mit Engelsstatue (bez. 1598).


Der weitläufige Schlossgarten, der den berühmten italienischen
Renaissancegärten nachempfunden ist, lädt zum Entspannen, Lesen und
Verweilen ein. Der ideale Ort, um den Tag ausklingen zu lassen!

Die Schallaburg ist ein rund 1000 Jahre altes Gesamtkunstwerk und eines
der prächtigsten Beispiele renaissancezeitlicher Baukunst.


Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: