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Sopron, deutsch Ödenburg (Oedenburg),
burgenländisch-kroatisch Šopron, ist eine Stadt mit Komitatsrecht im
Nordwesten von Ungarn, südwestlich des Neusiedler Sees. Sie hat heute
über 60.000 Einwohner und liegt im Komitat Győr-Moson-Sopron.
Burgmauergarten (Várfalkert)


An der Stadtmauer hinter der nördlichen Hausreihe am Hauptplatz (Fő
tér) ist bis zum ersten Stock hinauf auch die rote Schanze erhalten
geblieben. An den wiederhergestellten mittleren Mauern wurden fehlende
Teile mit Beton ergänzt. Auf die innere Mauer sind die Häuser vom
Hauptplatz gebaut worden, die äußere Mauer ist nur bruchstückhaft und
wesentlich niedriger erhalten. Das hervorspringende eckige Bauwerk
stammt von der letzten Befestigung im 17. Jahrhundert. Es wurde um
1620-1630 zum Schutz des nördlichen Stadttors, des Feuerturms
errichtet, oben darauf befanden sich Geschützstellungen. Darunter sind
die Überreste von einem der Türme des nördlichen römischen Stadttores
zu sehen.

STADTMAUERPASSAGE

Heilige Dreifaltigkeitssäule (Szentháromság-szobor) am Hauptplatz (Fő tér)

Die Geißkirche (ungarisch
Kecske-templom; auch Bencés templom – „Benediktinerkirche“) mit dem
Patrozinium Mariä Himmelfahrt ist eine römisch-katholische Kirche in
Sopron (dt. Ödenburg) in Ungarn. Ihren populären Namen erhielt sie von
der Geiß auf dem Stifterwappen der Patrizierfamilie Gaissel über dem
Hauptportal.

Die Geißkirche - Krönungskirche (Koronázó templom) - wurde um 1280
durch Franziskaner als Teil ihres Klosters erbaut. Die Kirche erhielt
später ein gotisches Gewölbe, anschließend eine barocke Einrichtung. Im
17. Jahrhundert wurden in der Geißkirche die Vizekönige Ungarns
gekrönt, zudem fanden dort die Reichstage statt. Am 8. Dezember 1625
wurde Ferdinand III. in der Geißkirche mit der Stephanskrone zum
ungarischen König gekrönt.


Hauptplatz (Fő tér)

Feuerturm (Tűztorony)
Feuerwachturm aus dem 13. Jahrhundert mit einer Wendeltreppe (200 Stufen) zu einem Balkon mit Stadtblick.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde Sopron gemäß
des Friedensvertrages Österreich zugeteilt, aber laut des Abkommens in
Venedig konnten die Bewohner über ihre Zukunft durch Volksabstimmung
entscheiden. Als Ergebnis der am 14. Dezember in Sopron, und zwischen
14-16. Dezember in den umliegenden acht Siedlungen abgehaltenen
Volksabstimmung entschieden sich Sopron und die Nachbarsiedlungen für
den Verbleib in Ungarn. Die Volksversammlung verlieh Sopron 1922 zur
Erinnerung an den entscheidenden Tag den Titel Civitas Fidelissima, der
auch in den Stadtwappen eingegangen ist. Ab 1928 ziert das Treuetor den Feuerturm, ein Geschenk der Nation an die „treueste Stadt“.

Reste der römischen Stadt Scarbantia
unter dem Museum Cafe.

Modell vom Hauptplatz in Sopron

Heilig-Geist-Kirche (Szentlélek-plébániatemplom)
Die Kirche, außen gotisch, innen barock, wurde erstmals 1406 urkundlich erwähnt. Ihre Grundsteinlegung erfolgte im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts. Dies
belegt die Tatsache, dass ihr Hauptaltar, benannt nach dem Heiligen
Geist, mit Hilfe von Tamás Turnhofer, dem Bürgermeister und Richter von
Sopron, der 1424 starb, errichtet wurde.

1767 wurde die Marienstatue im „hölzernen Gewand“ aus der
St.-Michael-Kirche zum Hauptaltar gebracht, wo sie bis heute große
Beliebtheit genießt. Das einschiffige Hauptschiff besteht aus drei
Seitenschiffen, von denen zwei schmaler und das mittlere quadratisch
ist. Der gepresste, korbbogige Triumphbogen ruht auf doppelten
Wandpfeilern. Das Heiligtum besteht aus zwei Teilen: einer böhmischen
Kuppel und einer Halbkuppel.
Im Gewölbe über dem Chor befindet sich die Darstellung Jesu. Die
zentrale Figur des Bildes ist der Hohepriester Simeon, der mit
ausgestreckten Händen oben auf der Treppe steht. Maria und Jesus werden
vom heiligen Josef begleitet. Das Fresko zeigt Simeons Lobgesang: „Nunc
dimittis Servum tuum Domine, Secundum Verbum Tuum in pace.“ An der Wand
des Altarraums befinden sich zwei Nischen mit Urnen und zwei
Grisaille-Gemälde: Rechts ist Melchizedek dargestellt.

St. Michael (Soproni Szent Mihály főangyal templom)
Auf dem Sankt Michael Hügel steht die älteste Pfarrkirche von Sopron,
die im 13. Jahrhundert noch vor dem Tatarenzug gegründet wurde.
Schriftlich wurde sie zuerst vermutlich im Jahr 1278 erwähnt, ihre
heutigen Dimensionen erhielt sie jedoch erst im Jahr 1484. Der
Vermutung nach nahm auch König Matthias Corvinus an dem Kirchweihfest
teil. Aufgrund der lang andauernden Bauarbeiten trägt die Kirche
zugleich Züge der romanischen als auch der gotischen Architektur.
In der Mitte der westlichen Kirchenfassade steht der 48 Meter hohe
Turm, der bis Ende des 14. Jahrhunderts mehrmals umgebaut wurde. Unter
dem Turm führt das westliche Hauptportal ins Innere der Kirche, wo die
Gotik mit ihrer in den Himmel strebenden Charakteristik die Besucher
bezaubert. Im Hauptschiff ist das einzige erhaltene Element der
gotischen Kircheneinrichtung zu sehen: eine aus den 1460er Jahren
stammende Madonna-Statue aus Holz, die die Verwüstung im 17.
Jahrhundert überlebte.

Neuer St. Michael's Friedhof (Szent Mihály temető)
Der
Friedhof St. Michael gehört der römisch-katholischen Pfarrei Heiliger
Geist und St. Michael in Sopron und wird von ihr betrieben.
Bestattungen finden seit dem 13. Jahrhundert rund um die Kirche St.
Michael statt. Das Gelände diente bis 1674 als Begräbnisstätte für
katholische und lutherische Gläubige.

Der Neue St.-Michael-Friedhof wurde am 26. August 1894 geweiht. Seine
Pläne stammen vom Stadtarchitekten József Wälder. Das große,
provisorisch geschützte Friedhofskreuz wurde von Ferenc Storno
entworfen. Das neue Bestattungsgebäude im neugotischen Stil wurde 1912
nach den Plänen von Károly Schármár fertiggestellt.
Grabstelle von Toth Attila, 1953-1996

Der St.-Michael-Friedhof wurde im September 1969 eröffnet. Er wird
stetig erweitert; der neue Eingang und das neue Tor wurden 1994
eingeweiht. Der Friedhof besteht aus drei Teilen:
Alter Friedhof St. Michael (hinter der Kirche St. Michael),
Neuer Friedhof St. Michael,
Neuester Friedhof St. Michael
