Sopron - Ödenburg

Spaziergang in der ungarnischen Innenstadt, Juli 2017

Sopron, deutsch Ödenburg (Oedenburg), burgenländisch-kroatisch Šopron, ist eine Stadt mit Komitatsrecht im Nordwesten von Ungarn, südwestlich des Neusiedler Sees. Sie hat heute über 60.000 Einwohner und liegt im Komitat Győr-Moson-Sopron.

Burgmauergarten (Várfalkert)

 Sopron - Ödenburg, Juli 2017

 Sopron - Ödenburg, Juli 2017

An der Stadtmauer hinter der nördlichen Hausreihe am Hauptplatz (Fő tér) ist bis zum ersten Stock hinauf auch die rote Schanze erhalten geblieben. An den wiederhergestellten mittleren Mauern wurden fehlende Teile mit Beton ergänzt. Auf die innere Mauer sind die Häuser vom Hauptplatz gebaut worden, die äußere Mauer ist nur bruchstückhaft und wesentlich niedriger erhalten. Das hervorspringende eckige Bauwerk stammt von der letzten Befestigung im 17. Jahrhundert. Es wurde um 1620-1630 zum Schutz des nördlichen Stadttors, des Feuerturms errichtet, oben darauf befanden sich Geschützstellungen. Darunter sind die Überreste von einem der Türme des nördlichen römischen Stadttores zu sehen.

 Sopron - Ödenburg, Juli 2017 Sopron - Ödenburg, Juli 2017

STADTMAUERPASSAGE

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Heilige Dreifaltigkeitssäule (Szentháromság-szobor) am Hauptplatz (Fő tér)

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Die Geißkirche (ungarisch Kecske-templom; auch Bencés templom – „Benediktinerkirche“) mit dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt ist eine römisch-katholische Kirche in Sopron (dt. Ödenburg) in Ungarn. Ihren populären Namen erhielt sie von der Geiß auf dem Stifterwappen der Patrizierfamilie Gaissel über dem Hauptportal.

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Die Geißkirche - Krönungskirche (Koronázó templom) - wurde um 1280 durch Franziskaner als Teil ihres Klosters erbaut. Die Kirche erhielt später ein gotisches Gewölbe, anschließend eine barocke Einrichtung. Im 17. Jahrhundert wurden in der Geißkirche die Vizekönige Ungarns gekrönt, zudem fanden dort die Reichstage statt. Am 8. Dezember 1625 wurde Ferdinand III. in der Geißkirche mit der Stephanskrone zum ungarischen König gekrönt.

 Sopron - Ödenburg, Juli 2017

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Hauptplatz (Fő tér)

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Feuerturm (Tűztorony)
Feuerwachturm aus dem 13. Jahrhundert mit einer Wendeltreppe (200 Stufen) zu einem Balkon mit Stadtblick.

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Nach dem ersten Weltkrieg wurde Sopron gemäß des Friedensvertrages Österreich zugeteilt, aber laut des Abkommens in Venedig konnten die Bewohner über ihre Zukunft durch Volksabstimmung entscheiden. Als Ergebnis der am 14. Dezember in Sopron, und zwischen 14-16. Dezember in den umliegenden acht Siedlungen abgehaltenen Volksabstimmung entschieden sich Sopron und die Nachbarsiedlungen für den Verbleib in Ungarn. Die Volksversammlung verlieh Sopron 1922 zur Erinnerung an den entscheidenden Tag den Titel Civitas Fidelissima, der auch in den Stadtwappen eingegangen ist. Ab 1928 ziert das Treuetor den Feuerturm, ein Geschenk der Nation an die „treueste Stadt“.

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Reste der römischen Stadt Scarbantia  unter dem Museum Cafe.

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Modell vom Hauptplatz in Sopron

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Heilig-Geist-Kirche (Szentlélek-plébániatemplom)
Die Kirche, außen gotisch, innen barock, wurde erstmals 1406 urkundlich erwähnt. Ihre Grundsteinlegung erfolgte im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts. Dies belegt die Tatsache, dass ihr Hauptaltar, benannt nach dem Heiligen Geist, mit Hilfe von Tamás Turnhofer, dem Bürgermeister und Richter von Sopron, der 1424 starb, errichtet wurde.

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1767 wurde die Marienstatue im „hölzernen Gewand“ aus der St.-Michael-Kirche zum Hauptaltar gebracht, wo sie bis heute große Beliebtheit genießt. Das einschiffige Hauptschiff besteht aus drei Seitenschiffen, von denen zwei schmaler und das mittlere quadratisch ist. Der gepresste, korbbogige Triumphbogen ruht auf doppelten Wandpfeilern. Das Heiligtum besteht aus zwei Teilen: einer böhmischen Kuppel und einer Halbkuppel.

Im Gewölbe über dem Chor befindet sich die Darstellung Jesu. Die zentrale Figur des Bildes ist der Hohepriester Simeon, der mit ausgestreckten Händen oben auf der Treppe steht. Maria und Jesus werden vom heiligen Josef begleitet. Das Fresko zeigt Simeons Lobgesang: „Nunc dimittis Servum tuum Domine, Secundum Verbum Tuum in pace.“ An der Wand des Altarraums befinden sich zwei Nischen mit Urnen und zwei Grisaille-Gemälde: Rechts ist Melchizedek dargestellt.

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St. Michael (Soproni Szent Mihály főangyal templom)
Auf dem Sankt Michael Hügel steht die älteste Pfarrkirche von Sopron, die im 13. Jahrhundert noch vor dem Tatarenzug gegründet wurde. Schriftlich wurde sie zuerst vermutlich im Jahr 1278 erwähnt, ihre heutigen Dimensionen erhielt sie jedoch erst im Jahr 1484. Der Vermutung nach nahm auch König Matthias Corvinus an dem Kirchweihfest teil. Aufgrund der lang andauernden Bauarbeiten trägt die Kirche zugleich Züge der romanischen als auch der gotischen Architektur.

In der Mitte der westlichen Kirchenfassade steht der 48 Meter hohe Turm, der bis Ende des 14. Jahrhunderts mehrmals umgebaut wurde. Unter dem Turm führt das westliche Hauptportal ins Innere der Kirche, wo die Gotik mit ihrer in den Himmel strebenden Charakteristik die Besucher bezaubert. Im Hauptschiff ist das einzige erhaltene Element der gotischen Kircheneinrichtung zu sehen: eine aus den 1460er Jahren stammende Madonna-Statue aus Holz, die die Verwüstung im 17. Jahrhundert überlebte.

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Neuer St. Michael's Friedhof (Szent Mihály temető)
Der Friedhof St. Michael gehört der römisch-katholischen Pfarrei Heiliger Geist und St. Michael in Sopron und wird von ihr betrieben. Bestattungen finden seit dem 13. Jahrhundert rund um die Kirche St. Michael statt. Das Gelände diente bis 1674 als Begräbnisstätte für katholische und lutherische Gläubige.

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Der Neue St.-Michael-Friedhof wurde am 26. August 1894 geweiht. Seine Pläne stammen vom Stadtarchitekten József Wälder. Das große, provisorisch geschützte Friedhofskreuz wurde von Ferenc Storno entworfen. Das neue Bestattungsgebäude im neugotischen Stil wurde 1912 nach den Plänen von Károly Schármár fertiggestellt.

Grabstelle von Toth Attila, 1953-1996

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Der St.-Michael-Friedhof wurde im September 1969 eröffnet. Er wird stetig erweitert; der neue Eingang und das neue Tor wurden 1994 eingeweiht. Der Friedhof besteht aus drei Teilen: Alter Friedhof St. Michael (hinter der Kirche St. Michael), Neuer Friedhof St. Michael, Neuester Friedhof St. Michael

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